Wir haben als “normaler” Wanderreithof angefangen und das handelsübliche Touristenreiten angeboten, was man  eigentlich auch als “Fleischtransport geradeaus _ Marsch” bezeichnen kann. Frustriert von dem mentalen und körperlichen  Abbau der Pferde, die eine solche Arbeit leisten müssen, haben wir 2003 alle Pferde verkauft und mit Ponies neu  angefangen, unter einer Bedingung. Wenn wir weitermachen, müssen die Tiere unter folgenden Bedingungen arbeiten:    freiwillig und ohne Schmerzen.  Hätten wir im Nachhinein gewusst, auf welch’ grosse Aufgabe und Abenteuer wir uns da einlassen, wären wir wohl  eher beim Schaukelpferd geblieben. Es folgten harte Lehrjahre, in denen vor allem wir von den Tieren lernten und nicht wir  den Tieren. Heute können wir sagen, dass die Mühen sich gelohnt haben.                                   Freiwillig:   Wir haben vieles gelernt, was man nicht in den Reitbüchern findet, da diese in der Regel nur die technische Seite  des Reitens behandeln, nicht aber die mentale Seite von Reiter und Pferd! Deswegen arbeiten wir den Reiter  gleichermassen wie das Tier.   Zum Beispiel: ein motivationsloser Mensch wird seine Motivationslosigkeit an sein Tier weitergeben, das, seiner  Natur gemäss, darauf reagieren wird und wird diese Motivationslosigkeit ebenfalls einnehmen. Lauffaulen Ponies ist das  obendrein noch recht! Die Lösung hierin liegt nicht im Griff nach der Gerte, sondern im Aufwachen des Reiters!   Wir nennen dieses Phänomen den Faktor X, der im Unterricht mit ins Spiel kommt.  Auch ein Tier ist charakterlich geprägt und wird entsprechend seiner  Persönlichkeit auf Situationen reagieren. Ein  sanftes Tier wir vielmehr suchen, was nun der Reiter da oben will, als ein kämpferisch veranlagtes Tier, mit dem wir viel  leichter auf Konfrontationskurs geraten als mit dem sanftes. Dafür aber kann der Kämpfer, entsprechend vorbereitet, das  Turnier gewinnen und der Sanfte ein sehr gutes Schulpferd werden. Das ist nur ein Beispiel von vielen, es bildet aber die  Grundlage unserer Arbeit.   Wenn wir also die mentale Seite der Reiter und der Tiere in Betracht ziehen, so ergibt sich daraus, dass Reiten weit  über die reine Technik hinaus geht und uns zu einer vertieften, individuellen Pädagogik geführt hat.   Freiwillig, das erfordert auch eine dem Tier angepasste Arbeit mit sinnvollen, kurzen, einfachen Übungen in  logischer Abfolge. Hirn einschalten beiderseits ist hier gefragt. Ein Tier soll mitdenken und von sich aus auf die Lösung  kommen. Freiwillig, das heisst auch ein auf den Menschen mental ausgerichtetes Tier, das Vertrauen aufgebaut hat und  Aufmerksam gegenüber seinem Reiter zeigt. Wir benennen dies mit einem verdeutschtem französichen Wort, ein  konnektiertes Pferd. ( connecter = verbinden).  Bessere Wortvorschläge werden gerne angenommen.                 Ohne Schmerzen :         Nun kommen wir eher zur technischen Seite, der körperlichen Pferdearbeit. Die mentale Vorbereitungsphase ist mehr  oder weniger abgeschlossen ( perfektionnieren kann man immer...). Jetzt bereiten wir das Tier körperlich auf seine  Aufgaben vor. Es soll lernen entspannt unter dem Gewicht seiner Reiters die natürlichen Gangarten wiederzufinden,  bevor es an disziplinspezifische Übungen geht.  Das heisst, bevor mit dem Tier die Galoppisten heruntergaloppiert wird,  muss es sich zunächst in einfacherem Gelände ausbalanzieren. Bevor Abitur gemacht wird, gehen wir erst mal in die  Grundschule. Was eine ganze Menge Arbeit und Disziplin mit einschliesst....! Als da sind: ein konsequenter  Muskelaufbau, Gymnastizierung, Nachgiebigkeit erlernen, Tragfähigkeit erhöhen,  Geländearbeit ( Entspannung und  Muskelaufbau zugleich), Angstraining ( Angst verspannt und erhöht Angst, die verspannt, was wiederum die Angst erhöht,  da verspannt und unausgeglichen....ein ewiger Kreislauf also, wenn er nicht durchbrochen wird) und vieles mehr.           Nur ein schmerzfreies Pferd kann freiwillig und entspannt mitarbeiten. Und nur ein vertrauensvoll  auf den gerichtetes  Tier kann sich entspannen und die richtigen Muskeln aufbauen!          Wie gesagt, hätten wir 2003 gewusst, das hinter diesem Wunsch Freiwillig und ohne Schmerzen so viel Arbeit  steckt, wären wir wohl eher bei einfacheren Wünschen geblieben. Aber es hat sich gelohnt und Reiten macht mir immer  noch Spass und Freude, obwohl wir fast jeden Tag bei Wind und Wetter die Tiere arbeiten. Und die Tiere danken es  einem, wenn sie körperlich fit sind und pferdegerecht behandelt werden.   Diese Grundhaltung wollen wir weitergeben. Wer aber unbedingt nach irgendwelchen Lehren Reiten möchte, ist  bei uns falsch, denn unser Konzept fördert und erfordert in jeder Hinsicht Anpassungsfähigkeit und  selbstständiges Nachdenken.   Liebe Reiterliche Grüsse,   Eva Giersch 
Unser Konzept
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